Stefan Welte - Parteiunabhängiger Bürgerkandidat im Wahlkreis 286 Schwarzwald-Baar

Als sich Ende Mai 2017 im Wahlkreis 286 keine Bewerberin und kein Bewerber bei den Bürgerkandidaten gefunden hatte, entschloss ich mich, meine Bewerbung vom Wahlkreis 271 Karlsruhe-Stadt in den Wahlkreis 286 Schwarzwald-Baar umzuziehen, denn in Karlsruhe-Stadt waren ausreichend Bewerber/innen vorhanden.

Kurzerhand orderte ich beim Landratsamt die Wahlunterlagen (Wahlkreisvorschlag, Unterschriftsformulare ...) zur Bundestagswahl, fing an Handzettel zu gestalten und suchte nach Menschen, die mich mit ihrer Unterschrift beim Vorhaben unterstützten. Nach einer intensiven, anstrengenden und bereichernden Woche des Sammelns im Wahlkreis 286 hatte ich am 10. Juli die notwendigen 200 unterschriebenen Formulare beisammen, inklusive der notwendigen Wahlrechtsbescheinigungsstempel durch die jeweiligen Rathäuser.

Seit 28. Juli 2017 ist definitiv, dass mein "anderer Wahlkreisvorschlag" (so heisst alles, was kein Wahlkreisvorschlag einer Partei ist; manche nennen es auch Einzelbewerbung) gültig ist und ich somit am 24. September 2017 als Kandidat bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag antreten darf. Mein Platz auf dem Stimmzettel wird unterhalb der Parteimitglieder, ganz unten in der Kandidatenliste (Erststimme, linke Spalte) sein. Hier eine Karte mit allen Bürgerkandidat(inn)en Deutschlands.

Mein Name ist Stefan Welte, geboren am 12.10.1978 in Villingen. Aufgewachsen im beschaulich schönen, zuweilen mit Partynacht, 1200-Jahrjubiläum oder Erntedank ausgelassen festenden Mundelfingen, nach Realschule Donaueschingen, Technischem Gymnasium Schwenningen und Ausbildung zum Energieelektroniker in Blumberg, bin ich derzeit zum Studium der Elektro- und Informationstechnik in Karlsruhe. Für den Lebensunterhalt und aus über zwei Jahrzehnte gewachsener Leidenschaft für Hard- und Software arbeite ich derzeit als EDV-Administrator beim Institut für transkulturelle Lösungen.

Meine Freizeitgestaltung besteht aus Basteln, Gärtnern, Feuerwehr und Sport (gelegentlich Joggen und Schwimmen, das Rad als Standardfortbewegungsmittel fahre ich dagegen täglich).

Politisch bin ich im Laufe meiner länglichen Studienzeit geworden. Markantes Erlebnis war die Begegnung mit einem Blogger in der frisch eröffneten 24h-Bibliothek der Fridericiana. Dieser schrieb gerade an einem Artikel über die Geschäfte des Monsanto-Konzerns und machte mich dafür sensibel, dass die offizielle Aufarbeitung der Katastrophe am 11. September 2001 in  New York gravierende Mängel aufweist (Der 9/11-Fake). Es folgten Monate der Recherche und des Lesens von Blogs und alternativen Nachrichtenseiten, eine Historie lässt sich auf meiner privaten Seite im Bereich "Brandlöscher" nachvollziehen. Gestrandet bin ich derzeit bei www.nachdenkseiten.de, www.rubikon.news und dem treuesten Begleiter im technisch-/gesellschaftlichen Spektrum blog.fefe.de. Zeitungen in Papierform und Rundfunk nutze ich weiterhin zum Realitätsabgleich. :-)
Meine Mitgliedschaft im Ring Christlich Demokratischer Studenten endete nach ca. zwei Jahren, als die von CDU und vom RCDS angestrebten Studiengebühren in Baden-Württemberg traurige Realität wurden. Frei zugängliche Bildungsmöglichkeiten für jedermann sind für eine freiheitlich-fortschrittliche Gesellschaft unverzichtbar und nach Jahrzehnten ohne Weltkrieg auch finanzierbar. Oder wie sonst wäre ein frei zugängliches Studium bereits in den 60er-Jahren möglich gewesen? War es die soziale Regierung Brandt (SPD)? Oder der Sputnik-Schock? Oder waren die Kapitalisten damals nicht so gierig wie heute und es blieb mehr für Staat und Bildung übrig?
Ebenso war meine SPD-Mitgliedschaft nicht von Dauer, da diese Partei oberhalb der Ortsebene ein hoffnungsloser Fall ist. Initial zur Verhinderung der Grossen Koalition 2013 eingetreten, beendete ich die Mitgliedschaft 2015 vor der Wahlwerbungszeit für die Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg. Anderen erging es ähnlich, z.B. Anette Sorg. Eine gute Analyse zur Thematik Vorratsdatenspeicherung in der Verräterpartei gibt es hier.
Mangels parteiunabhängiger Kandidaten und aufgrund der Parteienvormachtstellung war es Wahl für Wahl notwendig, meine Stimme dem kleinsten Übel zu geben. Der Wahl-O-Mat lieferte für mich auf den ersten (geeignetsten) 5 von ca. 25 Parteien meist klein(st)e, welche die 5%-Hürde nicht überwinden konnten. Vom derzeitigen Abgeordneten Thorsten Frei fühlte ich mich ebenso wenig gut vertreten im Bundestag wie vom Karlsruher CDU-Abgeordneten Ingo Wellenreuther. Anschaulich und exemplarisch ein Auszug aus deren Abstimmungsverhalten in der Legislaturperiode des 18. Deutschen Bundestags: 

Die zunehmend undemokratischen (Freihandelsabkommen), unfriedlichen (Bundeswehr im Ausland und Anschläge im Inland) und unsozialen (Schere Arm-Reich geht auf statt zu) Zustände trotz einer angeblich sozialen (SPD) oder christlichen (CDU) Partei in der Regierung 2013-2017 sind ein Skandal und verhinderbares Unheil. Daher meine jetzige Kandidatur...

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